Mundschutz in Geschäften vorgeschrieben.

Ausgangssperre.

Frankreich verschärft Korona-Maßnahmen:
Ausgangssperre von 19 Uhr bis 6 Uhr in ganzes Land.

REISEPASS WÄHREND DER AUSGANGSSPERRE

9 JUNI

  • Ausgangssperre bis 23:00 Uhr verschoben
  • Wiedereröffnung von Kneipen, Restaurants und Sporthallen
  • Telearbeit flexibilisiert
  • Möglichkeit des Empfangs von bis zu 5.000 Personen in Kultur- und Sportstätten mit Gesundheitspass
  • Wiedereröffnung von Messen und Ausstellungen für bis zu 5.000 Personen mit einem Gesundheitspass
  • Empfang von ausländischen Touristen mit Gesundheitsplakette

30 JUNI

  • Ende der Ausgangssperre
  • Grenzwerte abhängig von der lokalen Gesundheitssituation
  • Zutritt zu allen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern, sowohl in der Halle als auch im Freien, mit einem Gesundheitspass
  • Discos noch geschlossen
  • Aufrechterhaltung von Barrieregesten und sozialer Distanz
  • Empfang von ausländischen Touristen mit Gesundheitsplakette

 I. Aktuelle französische Abriegelungsregeln 

  • In ganz Frankreich gilt eine Ausgangssperre von 19 Uhr bis 6 Uhr morgens. Wer nachts ohne triftigen Grund auf der Straße unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 135 €.
  • Während der Ausgangssperre und in den neuen Sperrgebieten müssen Franzosen wieder ein ausgefülltes Sperrzeitformular (attestation de déplacement) mit sich führen. Gültige Gründe für das Verlassen der Wohnung am Abend/Wochenende sind z. B.: für die Arbeit, aus einem dringenden familiären Grund (motif familial impérieux), um mit dem Hund spazieren zu gehen oder um eine internationale Reise zu unternehmen (Zug/Flugzeug zu nehmen). Das Online-Formular finden Sie hier.
  • Mundschutz ist fast überall Pflicht, auch draußen in belebten Bereichen.
  • Seit Ende November sind die Geschäfte wieder geöffnet, ebenso die Kirchen und Friseure. Aber ab Ende Januar mussten die größten Einkaufszentren (20.000 m2+) in Frankreich wieder schließen.
  • Heimarbeit ist in Frankreich nach wie vor Pflicht, wenn möglich.
  • Die Kindergärten und Schulen sind geöffnet. Allerdings müssen Schüler ab dem 6. Lebensjahr in der Schule Gesichtsmasken tragen.
  • Private Treffen sollten auf maximal 6 Erwachsene beschränkt sein. Die französische Polizei geht nun dazu über, Versammlungen von mehr als 6 Personen auf der Straße mit einem Bußgeld zu belegen.
  • Veranstaltungen, Feste und große Versammlungen sind weiterhin verboten.
  • Hotels sind zwar geöffnet, aber nur der Zimmerservice ist möglich, auch die gesamte Hotelgastronomie muss schließen.
  • Tankstellen, Garagen, Autovermietungen sind geöffnet.
  • Altenheime dürfen weiterhin Besucher empfangen und die Franzosen dürfen in die Kirche gehen (müssen aber in den Kirchenbänken Abstand halten).
  • Die Parks, Wälder und Strände sind zugänglich (beim letzten Lockdown waren sie geschlossen).

In Frankreich vorerst geschlossen: Restaurants, Cafés, Museen, Kinos, Fitnessstudios und auch die Wintersportgebiete. 

II. Aktuelle Situation in Frankreich

In Frankreich haben sich die Zahlen seit Anfang März verschlechtert. Die Zahl der Neuinfektionen mit Coronas (=positive Tests) schwankt derzeit um 35.000 pro Tag,

Die R-Zahl in Frankreich beträgt jetzt 1,16. Die Belegungsrate vieler Intensivstationen in französischen Krankenhäusern liegt derzeit bei 100 %. Allerdings gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Im Großen und Ganzen ist die Situation in der westlichen Hälfte Frankreichs viel besser als im Norden, Osten und Südosten des Landes.

Im Moment ist die Situation in der Ile-de-France (Paris und Umgebung) am schlimmsten. Hauts-de-France (Nord/Dunkirk, Somme, Pas-de-Calais) und Provence-Alpes-Côte d’Azur (insbesondere in den Alpes-Maritimes, Bouches-du-Rhône/Marseille, Var, Hautes-Alpes) sind ebenfalls Regionen, in denen die Situation nicht so gut ist wie im Rest des Landes.

In diesen 19 Departements ist die Situation als die besorgniserregendste in Frankreich identifiziert worden: Paris, Hauts-de-Seine, Val de Marne, Val-d’Oise, Seine-Saint-Denis, Yvelines, Essonne, Seine-et-Marne, Aisne, Nord, Oise, Pas-de-Calais, Somme, Alpes-Maritimes, Seine-Maritime, Aube, Nièvre und Rhône.

Zu den französischen Departements mit nur geringen Infektionsraten gehören: Finistère, Creuse, Les Landes, Gers, Pyrénées-Atlantiques und außerdem: Morbihan, Côtes d’Armor (Bretagne); Manche (Normandie), Gironde (Bordeaux), Charente-Maritime, Vendée, Loire-Atlantique (Nantes), Hautes-Pyrénées.

Auf dieser Website der französischen Regierung können aktuelle Zahlen aus den Departements eingesehen werden (siehe Reiter Taux d’incidence), aber diese Übersicht von France 3 ist übersichtlicher.

III. Grundzüge der französischen Corona-Politik 

Der gesundheitliche Notstand (état d’urgence sanitaire) wurde in Frankreich erneut ausgerufen und wird mindestens bis zum 1. Juni 2021 andauern. Diese rein politische Maßnahme bedeutet, dass die französische Regierung Gesetze und Corona-Regelungen im Schnellverfahren erlassen kann, wenn die Situation es erfordert.

Die französische Herangehensweise an die Corona-Epidemie basiert auf drei Prinzipien.

  1. Schützen Sie

Gesichtsmasken sind in Frankreich weit verbreitet, sowohl in Apotheken als auch in Supermärkten. Das Tragen ist an immer mehr Orten Pflicht (siehe oben). Seit Januar 2021 empfiehlt die französische Regierung vor allem die Verwendung von chirurgischen Masken, da diese einen besseren Schutz bieten als Mundstücke aus Stoff. An einigen Orten ist diese Art von Mundschutz (Typ 2) inzwischen vorgeschrieben, auch in Schulen.

  1. Testen

In Frankreich gibt es eine riesige Menge an Tests: mehr als 2 Millionen Tests pro Woche. Immer häufiger handelt es sich dabei um Schnelltests (Antigen), deren Ergebnis innerhalb von 30 Minuten bekannt ist. Von den PCR-Tests sind 75 % innerhalb von 24 Stunden verfügbar. Beide Arten von Tests sind für Franzosen kostenlos (auch ohne ärztliche Überweisung, bei Vorlage einer französischen Krankenversicherungskarte).

  1. Isolieren Sie

Seit Juni ist eine nationale Corona-App verfügbar: Tous AntiCovid. Auch Ausländer können diese App auf französischem Territorium nutzen. Praktisch: Die App zeigt die neuesten offiziellen Corona-Zahlen aus Frankreich an. Personen, die in Frankreich positiv getestet werden, müssen für 10 Tage in Selbstquarantäne gehen.

Impfen

Frankreich hat Ende Dezember mit der Impfung begonnen (vor allem Pfizer, Moderna) und nach einem langsamen Start nimmt das Tempo jetzt zu. Inzwischen sind 8 Millionen Franzosen mit einer ersten Dosis geimpft worden. Auch Allgemeinmediziner und Apotheker dürfen sich in Frankreich jetzt impfen lassen. Mit Hilfe der französischen Armee und Feuerwehr werden 35 große Impfstadien eröffnet, die sogenannten Vaccinodrome.

Ab Mitte April sind in Frankreich die über 60-Jährigen und ab Mitte Mai die über 50-Jährigen an der Reihe. Laut Premierminister Castex werden bis Ende Mai 20 Millionen Franzosen geimpft sein (alle über 50). Bis zum Ende des Sommers sollten 50 Millionen Franzosen den Impfstoff erhalten haben (d. h. zwei Drittel der französischen Bevölkerung). Die Impfung ist freiwillig und gegen Vorlage einer Gesundheitskarte (carte vitale) in Frankreich kostenlos. 

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die Einreise nach Frankreich sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden für die Mittelmeerküste und Korsika Impfungen gegen Hepatitis A, für die Rheinebene und das Elsass Impfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Wo kann man sie in jeder Stadt kaufen?
Wie Le Parisien am 23. April mitteilte, werden Masken ab 30. April in Tabakläden zum Richtpreis von 5 Euro zum Verkauf angeboten. Jeder Trafikant muss seine eigene Maskenbestellung auf einer von der Konföderation der Trafikanten entworfenen Plattform aufgeben. Ab dem 27. April dürfen Apotheken ihren Kunden Masken auch ohne ärztliche Verschreibung an die breite Öffentlichkeit verkaufen. Seit Montag, dem 4. Mai, Masken für die breite Öffentlichkeit oder chirurgische Masken, die in Supermärkten wie Carrefour, Monoprix, Lidl, Intermarché oder E verkauft werden. Leclerc. Diese Masken werden nach und nach in Drives und anderen Massenmarkt-Einzelhändlern wie Auchan, Aldi, Cora, Casino, Système U… erhältlich sein… informiert das Wirtschaftsministerium und der Verband für Handel und Vertrieb (FCD) in einer am 29. April veröffentlichten Pressemitteilung. „Wie wir es auch bei anderen Vertriebskanälen getan haben, arbeiten wir daran, das Ziel zu erreichen, dass jeder Franzose am 11. Mai Schutzmasken erhalten kann. Ich begrüße die Verantwortung der Akteure des Massenvertriebs für ihr Engagement hinsichtlich der Preise der Masken, die in ihren Geschäften verkauft werden“, betonte Agnès Pannier-Runacher, Staatssekretärin beim Minister für Wirtschaft und Finanzen.

Die großen Lebensmitteleinzelhändler (Auchan, Aldi, Carrefour, Colruyt, Cora, Groupe Casino, Intermarché, Leclerc, Lidl, Netto, Supermarché Match, Système U) bestätigen, dass Masken für die breite Öffentlichkeit (Tuch und wiederverwendbare Masken) und Einwegmasken ab Montag, dem 4. Mai, in Geschäften und auf Fahrten nach und nach zum Verkauf angeboten werden, wobei die Lieferungen nach dem 11. Mai zunehmen werden.

Preis einer wiederverwendbaren Stoffmaske im Supermarkt: zwischen 2 und 3 Euro
Preis einer chirurgischen Maske zum einmaligen Gebrauch in Supermärkten: weniger als ein Euro.